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20 Themen mit denen du dein Skizzenbuch befüllen kannst | Teil 1

In dieser Postreihe erkläre ich euch alles rund um das Skizzenbuch. Erfahrt, was ihr am Besten reinschreibt, wie ihr es gestalten könnt und wie ihr euer Skizzenbuch als wichtige Inspirationsquelle verwendet ! Heute geht es um 20 Ideen für Themen mit denen ihr euer Büchlein befüllen könnt.

Zu Beginn erstmal ein bisschen was darüber, warum ich mein Skizzenbuch so sehr mag und wie ich eigentlich dazu gekommen bin:

So habe ich das Skizzenbuch für mich entdeckt:

Skizzenbücher fand ich schon immer toll.  Ich habe ehrlich gesagt auch ziemlich viele daheim rumliegen. Ich glaube es sind um die zwanzig oder so. Angefangen hat es damit, dass ich vor mittlerweile  5 Jahren ein Video von Vagabond Youth auf Youtube gesehen habe, in dem sie erklärt wie sie ihr Scrapbook gestaltet. Mich hat das so fasziniert und begeistert, dass ich sofort mit meinem eigenen angefangen habe. Dazu habe ich einfach ein kariertes Dina 5 Schulheft genommen und alles mögliche hineingeklebt und gezeichnet. Listen mit Filmen, die ich mir anschauen möchte, ausgedruckte Outfits aus dem Internet, schöne Fotos – im Grunde genommen alles, was mich auf irgendeine Art und Weise beschäftigt hat.  Ich weiß noch, dass ich das mit dem Skizzenbuch in den Weihnachtsferien entdeckt und tagelang nichts anderes getan habe, als von Früh bis Spät auf dem Boden, in einem Chaos von Stiften und ausgeschnittenen Zetteln zu sitzen  und meine Gedanken festzuhalten.

Meine ersten Skizzenbücher

Eine kleine Auswahl meiner Sammlung

Auch heute finde ich  die ganze Sache nach wie vor sehr toll. Nach meiner ersten Journaling Erfahrung in den Weihnachtsferien habe ich versucht  das beizubehalten, weil ich es sehr hilfreich empfinde einen Ort zu haben, an dem ich all meine Gedanken und Ideen einfach niederschreiben kann, ohne das jemand dabei zu sieht.  Außerdem gefällt mir auch der optische Aspekt sehr gut.

Wenn ihr euch  auch des Öfteren denkt, wie man wohl selber ein schönes Skizzenbuch aufbereitet, dann kann ich euch in diesem Artikel hoffentlich weiterhelfen.  In diesem Post geht es nämlich um die grundlegendste Frage:

Was kann man alles in sein Skizzenbuch schreiben ?

Hier eine kleine Auswahl an Vorschlägen, die euch helfen soll mit eurem eigenen Skizzenbuch zu starten:

Tagebuch / Reisetagebuch für einen bewussteren Alltag:

Das Skizzenbuch ist ein perfekter Ort zum Tagebuch schreiben. Während meiner langen Reise durch Australien und Asien habe ich nämlich tatsächlich jeden Tag etwas in mein Büchlein eingetragen, den Tag revue passieren lassen und mir Gedanken zu bestimmten Themen gemacht. Das tat mir unheimlich gut und war sehr hilfreich um all das Erlebte besser reflektieren zu können und auch um zu wissen, was ich eigentlich die ganze Zeit so getrieben habe. Denn oft – bei mir passiert das vor allem daheim im Alltag – lebt man einfach so vor sich hin und frägt sich dann nach ein paar Monaten, wo denn eigentlich die Zeit geblieben ist.

Baut euren Tagebuch Eintrag so auf, wie es euch im Moment am Besten erscheint:

Nach meiner Rückkehr habe ich versucht das tägliche Tagebuchschreiben genauso weiterzuführen. Das hat aber für mich daheim nicht ganz so geklappt – zumindest nicht für jeden Tag.  Ich habe rausgefunden, dass es besser funktioniert, wenn ich am Ende der Woche einen Eintrag über die gesamte Woche mache und alle Höhepunkte, Niederschläge und besonderes Ereignisse festhalte.

Hier ein Tagebucheintrag mir ausgedruckten Bildern vom Handy

Ob ihr nur schreibt, nur zeichnet, Fotos dazu klebt oder alles  gleichzeitig macht bleibt auch völlig euch überlassen.

Habt aber auf keinen Fall einen zu hohen Selbstanspruch, dass jede Seite total schön aussehen muss – ich weiß, das kann manchmal echt schwer sein.  Denn manchmal möchte man einfach nur einen Text loswerden, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen, wie die Seite optisch aussieht und manchmal ist ein schön gestalteter Eintrag wichtiger. Macht das einfach so, wie ihr euch gerade fühlt. In meinem Skizzenbuch wechselt sich das auch ständig ab.

Ich kann euch das Tagebuch im Alltag und auf der Reise  wirklich ans Herz legen, denn es hilft einem enorm sich zu sammeln und Lösungen für Probleme zu finden. Ich finde es ist ein bisschen wie meditieren.

Polaroidfotos für besonders tolle Momente:

Während meiner Reise habe ich mir ziemlich zu Beginn eine Polaroidkamera zugelegt, weil sie einfach perfekt ist um tolle und einzigartige Momente während einer Reise oder im Alltag festzuhalten. Man hat sofort eine Erinnerung, die viel mehr Wert als ein Handyfoto ist.

Diese Bilder könnt ihr auch in euer Skizzenbuch kleben und auf diese Art und Weise ein Tagebuch Eintrag gestalten.  Ich schreibe dann oft noch einen kleinen Text oder ein Gedicht dazu, in dem ich erzähle, warum der Moment so wichtig für mich ist.

Bilder aus Zeitschriften zur Inspiration für kreative Projekte:

Dafür verwende ich mein Skizzenbuch ehrlich gesagt hauptsächlich. Ich halte alles fest, was mich   irgendwie anspricht und woraus ich später nochmal Ideen entwicklen kann. Man kommt nämlich oft nicht von 0 auf 100 auf die besten Einfälle, sondern muss erst ein bisschen Vorarbeit leisten , um seine Kreativität anzuregen.

Eure Inspiration könnt ihr aus allem Möglichen nehmen. Zum Beispiel von Bildern aus Zeitschriften

Geht es darum ein bestimmtes Gefühl ausdrücken zu wollen und zu entwickeln finde ich Bilder oder Fotografien aus Zeitschriften sehr gut. Tolle Zeitschriften mit gutem Bildmaterial sind die Fotostrecken aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, der Neon, der Blonden , der Mädchen, oder einfach aus dem Internet.

Sucht euch alle guten Bilder zusammen und gestaltet damit ein Moodboard, denn das hilft euch ein Gespür  für ein kreatives Projekt zu bekommen und es fassbarer zu machen. Solche kreativen Projekte können zum Beispiel Fotoshootings, Illustrationen, Graphic Designs, Outfits, Modekollektionen oder Bastelprojekte  sein.  Alles mögliche, was ihr optisch umsetzten wollt. Oft reicht dann ein bestimmtes Detail und der Grundstein für die genaue Ideenentwicklung ist gelegt.

Farben spielen hier auch eine wichtige Rolle. Wenn ich mal nicht weiß, welche Farbkombination ich für ein Graphic Design o.ä. verwenden will, dann blättere ich gerne mal durch mein Skizzenbuch und schau nach was  mich denn anspricht  und wie ich das in mein Projekt einbauen könnte. Neulich bin ich zum Beispiel  auf den Geschmack von Orange – und Grüntönen gekommen. Hier ein Beispiel dafür:

Hier habe ich mit Grün – und Rottönen experimentiert

Mir hat das Outfit gut gefallen. Das rechte Bild habe ich mit meiner analogen Kamera aufgenommen. Ich finde es drückt gut den Klamottenstil des anderen Bildes aus

Eine Darstellung von Rot – und Rosatönen

Wieder Bilder von meiner analogen Kamera. Finde die Schrift auf dem T-shirt der Frau auch sehr toll

Ich mag die Vertrautheit der beiden. Außerdem verkörpert es diesen analogen Stil, den ich sehr gerne mag

Ein Eintrag aus den Anfängen. Hier habe ich verschiedene Strukturen und Farbtöne dargestellt

Hier haben mich die bunten und schrillen Farben besonders angesprochen. Außerdem gefällt mir der handgemalte Hintergrund

Skizzen zum Festhalten flüchtiger Ideen:

Wenn wir gerade schon bei Inspiration sind, dann sind natürlich auch kleine Skizzen nicht zu vergessen. Diese könnt ihr von allem möglichen machen, das euch später helfen kann,  eine Idee zu vervollständigen.

Gerade zum Entwicklen von Mustern verwende ich mein Skizzenbuch sehr gerne.  Während meiner Reise war ich in Ankor Wat in Kambodscha und war total fasziniert von den detailreichen Steinmetzarbeiten an den Säulen und Wänden der Tempel. Genauso ging’s mir auch in Lissabon mit den wunderschön gemusterten Fließen an den Hausfassaden. Ich habe einfach kleine Ausschnitte davon festgehalten und im Anschluss gleich ein bisschen rumprobiert, wie ich denn selber ein Muster in Anlehnung an meine Skizze gestalten würde.

Ihr müsst aber nicht gleich eine Sache abzeichnen, sondern könnt natürlich auch aus dem Kopf heraus schnell eine Idee festhalten. Wie zum Beispiel ein Einfall für ein Outfit, ein Modedesign, oder ein Logo. Was auch immer das bei euch sein mag.

Eine schnelle Skizze als ich in einem Café in Sintra, Portugal war.

Der Gardasee

Schnelle Ideen für Taschendesigns

Skizzen zu Outfits

Hier eine Collage zum Thema ‘Punk’ und eine Zeichnung

Outfitbilder für einen coolen Look:

Eine andere Sache mit der ihr euer Skizzenbuch bestücken könnt sind Bilder von Outfits. Als ich mit dem Journaling angefangen habe, war das ehrlich gesagt auch der Hauptteil meiner Einträge. Zu dieser Zeit habe ich nämlich auch Blogs entdeckt und war hin und weg von den ganzen tollen Outfits – die ich natürlich irgendwie sammeln musste.  Daraufhin habe ich auch einen ganz anderen Modegeschmack entwickelt. Neben die einklebenden Bilder habe ich gleich meine eigenen Ideen für Outfitkombinationen und Kleidungsstücke gezeichnet.

Sucht einfach auf Blogs und Pinterest oder in Zeitschriften nach Looks, die euch gefallen und klebt diese dann in euer Skizzenbuch ein.

Aus meinem ersten Skizzenbuch. Damals habe ich Outfits von Mänteln und Rucksäcken dargestellt.

Als ich den Blog ‘Style Bubble’ gefunden habe. Fand ihr Outfit ziemlich toll.

Hier hat mich der Oversized Trend sehr gefallen.

Als Cara Delevigne überall zu sehen war. Ich fand ihren Stil immer total cool – vor allem Die Lederjacke

Outfits zum Thema Sommer

Hier habe ich aufgeschrieben, wie ich Outfits zusammenstellen würde

Als die Grunge Kollektion von Yves Saint Laurent gerade aktuell war

Hier eine kleine Zusammenstellung dazu

Listen um den Überblick zu bewahren:

Listen aller Art sind auch so ein Thema, die ihr auch in eurem Skizzenbuch festhalten könnt. Ich persönlich verwende mein Skizzenbuch aber nicht als Kalender, sondern halte eher langfristige Dinge fest, die ich nicht vergessen möchte oder erledigen möchte.

Hier eine Auflistung der Dinge, die ich am Liebsten aufschreibe:

  • To Do Listen
  • Filme oder Bücher, die ich gerne ansehen beziehungsweise lesen will
  • Reisepläne
  • Konzepte und Ideen für meinen Blog
  • Posts, die ich in nächster Zeit verfassen möchte
  • Unternehmungspläne
  • Zitate

Hier seid ihr aber natürlich auch total frei. Schreibt einfach das auf was ich wichtig ist.

15 weitere Ideen für euer Skizzenbuch:

So ich hoffe, dass ihr jetzt schon einen viel besseren Eindruck davon habt, mit was  ihr alles in euer Skizzenbuch bestücken könnt. Ich habe mir hier noch ein paar Punkte einfallen lassen, die ihr kreativ umsetzten könnt, falls euch mal nichts mehr einfällt.

  • Fototagebuch
  • Gedichte
  • Zeichnung einer Filmszene
  • Rezepte
  • Kochpläne
  • Ideen für die Einrichtung euers Zimmers/Wohnung
  • Zeichenstudien von Gesichtern
  • Handletterings
  • Farbmoodboards
  • Sorgen
  • 10 Dinge, die euch glücklich machen
  • Affirmationen
  • Lieblingsbücher
  • Lieblingsmodedesigner
  • Träume

Denkt immer daran, dass das Skizzenbuch euer Skizzenbuch ist und nicht das von irgendjemand anderen. Es ist ein Ort, in dem ihr, ihr selber sein könnt, wo ihr aufschreiben könnt, wenn’s euch mal schlecht geht oder wenn sonstige Sorgen habt. Es ist aber auch dafür da all eure Ideen, Wünsche und Pläne festzuhalten – sozusagen eure Persönlichkeit schwarz auf weiß in einem Buch festgehalten. Lasst euch nicht verunsichern, wenn mal eine Seite blöd aussieht und ihr mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden seid. Macht einfach mit der nächsten weiter, oder überklebt sie notfalls. Alles was ihr macht ist okay – denn es ist euer Buch !

In diesem Sinne viel Spaß bei Befüllen eures Skizzenbuchs ! Hoffentlich kommt ihr in den erwünschten kreativen Workflow seid zufrieden mit dem was ihr macht !

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt, wie es euch denn ergangen ist.

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3 Kommentare

  1. Lena

    Hey,
    ich habe deinen älteren Artikel über Notizbücher auch schon gelesen, der mich bereits damals total fasziniert hat. Ich habe selbst in der Schule immer ein kleines Notizbuch für spontane Ideen dabei und daheim stehen noch mindestens 20 weitere im Regal. Mich faszinieren Notizbücher bereits seit der Grundschule. Auf das Smashbooking, bzw. eher Journaling bin ich letztes Jahr gestoßen. Ich hatte mir nämlich ein neues Notizbuch gekauft und wusste nicht so recht, was ich damit machen sollte und habe deshalb random einfach alles reingeklebt. Ich habe dann mit der Zeit mehr Struktur entwickelt und bin dann auch im Internet auf diesen Trend gestoßen. Die gesamten Sommerferien habe ich dann täglich mindestens eine Seite gestaltet, bis am Ende der Sommerferien das ganze Buch vollgeklebt war. Ich kann deine “Erfahrung” in den Weihnachtsferien also total nachvollziehen. Aktuell benutze ich einnen laten Kalender von 2016 zum Journaling. Dien Blogeinträge und Fotos sind echt eine totale Inspiration!
    Liebe Grüße, Lena.

    • Emely

      Liebe Lena,
      Danke für deinen langen Kommentar ! Es freut mich total, dass ich dich diesbezüglich inspiriert habe 😉
      Ich hatte in der Schule auch immer eins dabei und hab dann lauter Sachen reingeklebt, wenn mir langweilig war. Ich finde es super hilfreich, wenn man
      so ein Buch hat, wo man sich jeden Tag kreativ ausleben kann – das beruhigt mich auch immer irgendwie sehr. Da gehts mir genau wie dir !
      Ich wünsch die weiterhin noch viel Spaß beim Journaling !
      Liebe Grüße,
      Emely

  2. Dein Post kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn ich möchte auch gerne ein Sketchbook beginnen. Wenn ich mir dein Buch so ansehe, finde ich meine Arbeiten allerdings richtig schlecht. 😀
    Welche Notizbücher verwendest du eigentlich am liebsten?
    Wirklich ein toller Post!

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