Die  e r d e  dreht sich 365 Tage im Jahr. Unaufhörlich. Manchmal wendet sie sich der Sonne zu, mal dreht sie sich in der tiefen Nacht. Das runde blaue Ding, dass in den Weiten den Universums fast wie ein unbedeutender, kleiner Fleck erscheint, trägt immer etwas mit sich herum: Nämlich uns Menschen. Als wäre sie unsere Mutter, die ihr Kind mit einem Tuch um den Bauch bindet, damit sie es immer bei sich hat. 365 Tage im Jahr beherbergt sie unterschiedlichsten Landschaften und Menschen. Menschen mit braunen, blauen oder grünen Augen. Große, kleine oder mittelgroße Menschen. Menschen die traurig, glücklich oder beides zugleich sind. Aber auch Menschen, die unterschiedlichen Kulturen angehören und unterschiedliche Sitten und Bräuche haben. Die Einen leben in den luftigen Höhen eines Gebirges, in denen der tiefe Schnee ein täglicher Begleiter ist. Andere sind in der Großstadt zu Hause und müssen sich  jeden Tag dem großen Verkehrschaos stellen. Es gibt aber auch Leute, die mit der Natur im Einklang leben und ganz in ihren Rhythmus eingetaucht sind. Wie Naturvölker zum Beispiel. Aber wir dürfen nicht vergessen:  In unseren Grundsätzen sind wir alle gleich. Wie müssen trinken und essen, um unser Überleben kämpfen und haben ein nicht stillbares Bedürfnis nach Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Wie brauchen einen Ort an dem wir akzeptiert und verstanden werden. Alle, sind wie unser Leben lang auf dem Karussell namens, e r d e, gefangen. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten sind wir grundverschieden. Unser Planet beherbergt unzählige Individuen, die ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und vom Dasein haben. Diese Anforderungen richten sich nach dem Umfeld und der Kultur in der man aufgewachsen ist. Eine meiner Sorgen ist  zum Beispiel in einer Klausur, oder in der Schule keinen Erfolg zu haben.  Für Andere aus unseren westlichen Kreisen hat das schnellste und beste Auto oberste Priorität. Aber der Beste und Teuerste Besitz macht  nicht automatisch glücklich. Auch erscheinen mir meine Sorgen banal und ungerecht. Es gibt Menschen die in Todesangst leben. 365 Tage im Jahr. Diese Leute können nicht aus den Haus gehen, ohne Angst haben zu müssen, eingesperrt, gefoltert oder gar getötet zu werden. Und wir machen uns Gedanken darüber, was wir am nächsten Tag anziehen… Aber vielleicht leisten wir damit auch einen Beitrag zu Besserung der  w e l t. Einer        w e l t die voll von Gewalt, Ungerechtigkeit und Trauer ist. Weil wir nicht einsehen und verstehen, dass wie alle gleich sind. Deswegen fallen wir selber über uns her. Die Menschen, die das Glück haben in Sicherheit und Geborgenheit leben zu können, müssen den armen, verzweifelten Menschen helfen. Ihnen unter die Arme greifen und ihre Last mittragen, damit sie leichter und erträglicher wird. Unseren lächerlich scheinenden Sorgen den Rücken wenden und uns den wirklich wichtigen Dingen zuwenden. Wir sind alle auf dem gleichen Boot. Nur wenn wir Menschen, Bewohner der  e r d e und Kinder einer blauen Kugel eine Einheit bilden, können wir eine bessere Welt erreichen. Es gibt viele Möglichkeiten, um Menschen, die in Zwängen leben eine Chance zu geben, ihre Individualität wieder frei ausleben zu können. Wir können unseren eigenen Beitrag leisten, wie immer er auch aussehen mag. Es ist auch  wichtig frei von Vorurteilen und Diskriminierung zu leben. Alle drehen wir uns in die selbe Richtung, wenden uns manchmal der Licht- oder Schattenseite der Sonne zu.  Wir haben die gleichen Grundbedürfnisse und streben nach Leben. Wieso also, frage ich mich, soll ein schwarzer Mensch weniger Wert sein als ein Weißer? Der Inhalt der Worte und die Seele ist die gleiche, nur die Hülle eine andere! Das ist kein Grund Beleidigungen auszusprechen oder gar gewaltsam zu werden. Lasst uns lieber in Frieden leben. Und vielleicht schaffen wir es ja eines Tages, diesen 365 Tage im Jahr einzuhalten.

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