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Wieso ich schon seit sehr Langem nicht mehr gebloggt habe und wie es jetzt weitergeht

So, ehrlich gesagt schiebe ich diesen Artikel schon wochenlang, eigentlich sogar schon monatelang vor mir her. Denn wie euch sicherlich schon aufgefallen ist, ist auf meinem Blog schon seit Ewigkeiten nichts mehr geschehen – das letzte Mal habe ich euch erzählt, dass ich mich jetzt auf eine viermonatige Reise durch Australien und Asien  begeben werde und vorhabe von unterwegs aus immer mal  ein bisschen zu bloggen. Und wie man es sich vielleicht schon gleich denken konnte, ( ich  zumindest habe es schon geahnt ) ist das natürlich nicht passiert. Ich war einfach in einer komplett anderen Welt, war völlig aus meinem ‘alten’ Leben weggesogen und hatte nur reisen reisen reisen im Kopf.

Da war einfach für Bloggen, Mode und Social Media kein Raum, stattdessen habe ich neue Dinge erlebt, tolle Menschen kennengelernt bin an mir selber gewachsen  und habe einfach wahnsinnig viel gelernt.  In vielen Bereichen habe ich neue Ansichten und fühle mich so, als wäre ich ein bisschen zu einem anderen Menschen geworden.

Im Nachhinein wurde mir dann auch klar, weshalb ich während meiner Reise nicht gebloggt habe. Zum Beispiel wegen Folgenden:

1 Im Moment leben:

Eins der tollsten Dinge war, dass ich immer im Moment gelebt habe und keine großen Sorgen oder Pläne bezüglich der kommenden Wochen gehabt hab.  Ich war ständig am Dinge unternehmen,  sodass ich gar nicht die Ruhe oder Zeit hatte mich an den Laptop zu setzten und dort meine Abende zu verbringen. Ich hatte ehrlich gesagt auch gar keine Lust dazu. Es gab einfach so viel Wichtigeres zu tun, wie zum Beispiel  mit dem Roller Strände erkunden, im Meer baden gehen, Tempel besichtigen, Abends mit Leuten aus dem Hostel Karten spielen, in Bars gehen, oder einfach nur gemeinsam Zeit verbringen, sich gegenseitig Geschichten erzählen und inspirierende Gespräche führen.

2 Wichtiges erscheint unwichtig

Es war einfach sehr  befreiend von seinen ganzen ‘alten’ Bedürfnissen und Vorlieben mal ganz weit weg zu sein und alle Selbstansprüche und Zwänge sein zu lassen und nur das zu tun worauf man im Moment Lust  hat. Ich hätte ehrlich gesagt selber nicht gedacht, wie sehr ich von meinen normalen Gewohnheiten Abstand nehmen kann und wie wenig es mich dann auch interessiert, was ich mir die Monate vor meiner Reise auf meinem Blog alles aufgebaut habe. Ich habe zum Glück festgestellt, dass ich mit ziemlich einfach Mitteln glücklich bin  und ich keine Bestätigung von Außen durch Follower und Seitenaufrufe brauche, beziehungsweise den pausenlosen Drang verspüre ständig tolle Momente auf Instagram teilen zu müssen.

Ich habe das Gefühl, dass man durch so eine lange Reise herausfindet, was einem wirklich wichtig ist. Es ist erstaunlich zu sehen, wie nebensächlich Dinge werden, von denen man immer dachte, sie wären so wahnsinnig wichtig.

3 Abstand und Kritik an Social Media & Blogs:

Ein anderer Grund weshalb das mit meinem Blog nicht so ganz geklappt hat war, dass ich Phasen hatte , in denen  mir das Bloggen, Instagram & Co. so wahnsinnig nutzlos und die gesamte Szene drumherum so oberflächlich und schlecht vorgekommen ist. Was ja zum Teil auch wirklich so ist. Ich habe viele interessante Gespräche mit anderen Reisenden über dieses Thema geführt und da erschien es mir dann einfach falsch dort selber aktiv zu sein.  Vor allem in Thailand hab ich mit zwei Mädels aus Kanada und Finnland über das altbekannte Problem der Selbstoptimierung und Selbstinszenierung und die daraus resultierenden Probleme für Blogger und Leser gesprochen – ein Thema, das mich ja schon seit langem beschäftigt und worüber ich auf schon auf meinem Blog des Öfteren geschrieben habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel zufriedener mit mir selber bin, wenn ich nicht in dieser online Welt bin, beziehungsweise auch nicht in meinem gewohnten Umfeld. Man hat weniger Anlass zum Vergleichen, ist so viel fokussierter auf sich selber und stellt fest, dass man so wie man ist eh am Besten aussieht.

Wenn ich’s mir so recht überlege, dann gibt es noch so viele Dinge, die ich über meine vier Monate erzählen könnte. Ich möchte zum Beispiel über all die Orte, die ich gesehen habe,  die tollen Menschen, die ich kennengelernt habe und über das Alleinreisen schreiben. Aber auch  über schwierige Phasen durch die man sich auch immer mal wieder durchkämpfen muss.  Ihr seht also, da gibt’s noch einiges an Aufarbeitung durchzuführen.


Und wie ich diesen Post hier langsam zu Ende schreibe und ihn hoffentlich auch noch fertig bekomme ohne wieder festzustellen, dass ich ihn nicht gut finde, merke ich, dass ich mit dem Bloggen doch noch nicht so ganz fertig bin, wie ich mal eine zeitlang dachte. Es macht mir nämlich nach wie vor sehr viel Spaß zu zeichnen, kreativ zu sein und mich auf dieser Plattform diesbezüglich auszutoben.  Ich habe nach meiner Ankunft vor ca. drei Monaten einfach noch eine lange Eingewöhnungszeit gebraucht. Außerdem ist es mir tatsächlich sehr schwer gefallen, den  ersten entscheidenen Schritt zu machen!

Trotzdem war ich während dieser Zeit nicht ganz untätig. Ich habe nämlich ehrlich gesagt große Pläne, was das Design dieses Blogs hier anbelangt, außerdem möchte ich einen Shop mit meinen Zeichnungen integrieren – woran ich jetzt schon seit längerem arbeite.

So, ich hoffe also, dass ich trotz meiner seeehr legen Phase des Nichtbloggens immer noch Lust auf Hermine on walk habt und ich euch mit meinen Zeichnungen und Tipps auf irgend eine Art und Weise inspirieren kann !  Ich würde mich echt freuen, wenn ihr regelmäßig vorbeischaut. Vor allem jetzt, wo ich so Einiges an neuen Dingen geplant habe.

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2 Kommentare

  1. Ich finde es völlig okay und legitim, dass du während deiner Reise nichts gepostet hast. Manchmal muss man einfach den Moment genießen. Allerdings habe ich deine Posts auch sehr vermisst und freue mich auf neue Beiträge von dir, da ich deine Posts schon ein wenig vermisst habe. 🙂

  2. Liebe Hermine, schön wieder von dir zu hören! 🙂
    ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und würde mich freuen, hier die ein oder andere Geschichte zu lesen 🙂 und wie gesagt, solltest du nach Münster kommen, sag unbedingt bescheid!:)
    ich bin gespannt auf dein neues Design und deinen Shop 🙂
    lieben Gruß, Kati

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